KDFB

Der VerbraucherService ist seit 2015 Mitglied bei dem im Jahr 2014 vom BMZ gegründeten Bündnis für nachhaltige Textilien. Dem Bündnis sind derzeit rund 150 Mitglieder aus Politik, Industrie und Handel, Zivilorganisationen und anderen Gruppierungen angeschlossen. In den ersten beiden Jahren dieser Allianz wurde mit allen Beteiligten in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen detailliert die Vorgehensweise erarbeitet, um Standards und Umsetzungsanforderungen mit Zeitzielen für eine kontinuierliche Verbesserung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vor allem aber der Rahmenbedingungen in den Produktionsländern, festzulegen. Ende 2016 wurden alle Mitglieder aufgefordert, eine individuelle Marschroute für das Jahr 2017 in Form einer „Roadmap“ zu erarbeiten und somit ihren Beitrag zum Erreichen der Bündnisziele zu dokumentieren. Auch der VS hat diese Roadmap für die Jahre 2017 und 2018 erstellt.

Bündnis für nachhaltige Textilien (BnT): Veröffentlichung der Maßnahmenpläne (Roadmaps) und Fortschrittberichte

Am 12. August 2019 wurden vom Textilbündnis die Roadmaps (Maßnahmenpläne) und Fortschrittsberichte der Mitglieder veröffentlicht. Daraus ist ersichtlich, welche Schritte in Bezug auf „Menschenrechte und Ökologie“ in der Textilproduktion für das Jahr geplant sind und ob die im Vorjahr geplanten Maßnahmen umgesetzt wurden.

Erstmals waren in diesem Jahr alle Unternehmen verpflichtet, öffentlich über ihre Fortschritte zu berichten und in ihren Roadmaps zur Korruptionsbekämpfung und existenzsichernden Löhnen Stellung zu beziehen.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen im Textilbündnis sehen jedoch die jetzige Form der Roadmaps und Fortschrittsberichte der Mitgliedsunternehmen im Bündnis sehr kritisch und fordern Nachbesserungsbedarf, da diese nicht aussagekräftig und schlecht vergleichbar seien. Außerdem zeige sich, dass viele Unternehmen beim Thema existenzsichernde Löhne noch ganz am Anfang stünden. Durch eine engere Zusammenarbeit der Unternehmen könnten weitaus bessere Arbeitsbedingungen in den Lieferketten bewirkt werden.

„Von Löhnen, die die Existenz der TextilarbeiterInnen in den Fabriken sichern, sind wir noch weit entfernt, dazu müssen die Unternehmen weitaus stärker in die Pflicht genommen werden“, so die Bundesvorsitzende des VerbraucherService, Angelika Wollgarten, und Sabine Slawik, Vizepräsidentin des KDFB. Beide plädieren zudem dafür, dass die Mitgliedsunternehmen enger zusammenarbeiten und sich der ACT-Initiative anschließen, deren Ziel es ist, Grundsätze zu etablieren, die existenzsichernde Löhne ermöglichen. Weiterhin ist mehr Engagement der Unternehmen, die hauptsächlich in Kambodscha produzieren, wünschenswert.

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni ruft  FEMNET dazu auf, für bessere Kinderbetreuung bei den Zulieferern von C&A, Cecil, Primark, H&M und Zalando zu sorgen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Forderung unterstützen könnten, indem Sie die Petition unterzeichnen: https://weact.campact.de/p/werpasstauf

Zivilgesellschaftliche Mitglieder sehen Textilbündnis in Gefahr: Hier finden Sie die Pressemitteilung der zivilgesellschaftlichen Akteure im Textilbündnis vom 05.06.2018.

 

In der KDFB Engagiert - Die Christliche Frau informierte der VerbraucherService über seine Arbeit zum Thema Nachhaltige Textilien und gab praktische Tipps für den Kleiderkauf.

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